Stoffe und Leder für Ihre Polster in Bochum!

Stoffe & Leder

Ihre Polstermöbel dekorieren Ihre Räume ebenso, wie die Materialien, Farben und Muster der Wände und Böden. Daher haben wir eine immense Auswahl an Stoffen und Leder. Wir beraten Sie gerne, damit Sie finden, was zu Ihnen passt, in der Werkstatt oder bei Ihnen Zuhause.

Polsterstoffe müssen weit mehr können als Deko- und Kleidungsstoffe

Kriterien für Polsterstoffe:

  • Jahrelange Robustheit gegenüber Gewicht und Reibung ohne Verschleiß
  • Diverse Fleckschutzeigenschaften, welche die schnelle Fleckentfernung vereinfachen
  • Farb- und Lichtechtheit, hohe Lichtechtheitswerte
  • Für Naturfaser-Liebhaber (z.B. Wolle, Leinen, Mohair, usw.)
  • Für Allergiker
  • Für Tierbesitzer von Hund und Katze

Kuhhaut ist dicker, als Sie denken!

Die gesamte Kuhhaut wird in zwei Teile gespalten. Das obere Leder ist das Narbenleder, welches für gute Möbelleder verwendet wird. Das untere Leder der gleichen Haut ist das Spaltleder und wegen der niedrigeren Festigkeit und Langlebigkeit nicht für gute Polstermöbel geeignet. 

Bei günstigen Möbel wird dennoch gerne Spaltleder verwendet, was aber nach ein paar kurzen Jahren kaputt geht! 

Wir achten bei unserer Arbeit stets auf einen ausgezeichneten Service. Daher haben die von uns verwendeten Leder, eine sehr gute Qualität und sind frei von riskanten Stoffen, wie PCP!

Die Firmen mit denen wir kooperieren und zu denen wir Vertrauen haben

Informative Internet-Auftritte haben wir aufgeführt, damit Sie nach Lust und Laune stöbern können.
Lassen Sie sich inspirieren!

Die wirklichen Stoffe und Preise finden Sie bei uns, als Musterproben zur Ansicht und Verleih.

Kennen Sie schon unseren virtuellen Stoffkatalog?

Hier können Sie aus vielen verschiedenen Beispielmöbeln wählen und diese ganz nach Ihren Wünschen "beziehen".

So erhalten Sie direkt einen Eindruck von der Gestaltung Ihres eigenen Möbelstücks.

Werden Sie jetzt zum virtuellen Polsterer.

Wir setzen Ihre Wünsche dann im Anschluss für Sie um!

Unsere Partner


Textil / VerlageInternetAnmerkungen

Höpke / Joop

www.polsterei-ringler.stoffkatalog.com

unser virtueller Stoffkatalog

Saum & Viebahn

www.saum-und-viebahn.de

backhausenwww.backhausen.comz.B. echte Jugendstilstoffe
Hadler&Hollerbulwww.hadler-hollerbuhl.de
Aristidewww.aristide.be
Clarke & Clarkewww.clarke-clarke.co.uk
Geoswww.geos-geilfuss.de
Falkner
Sonnhauswww.sonnhaus.at

Fuggerhaus

www.indesfuggerhaus.de

Warwick

www.warwick.co.uk

Swaffer

www.swaffer.co.uk

Keymer

www.keymer.nl

Lancier

www.lancier.de

Diabolo

www.diabolofabrics.be

Ambiente&Design

www.ambiente-design.com

Blendworth

www.blendworth.co.uk

G&H Leder (Unsere Besten der Besten!)

www.guh-leder.de

sehr informativ über Leder!

Leder Fiedler

www.leder-fiedler.de

Ohmann Leder

www.ohmannleather.com

Emil Rotter Preußisch Rosshaarstoffe

www.rosshaarstoff.com

Unser Lederlexikon

Penthachlorphenol

ein desinfizierendes, pilztötendes Pulver, war bei Tierversuchen krebserregend, es gelangt über Hautkontakt in den Körper. Es ist auffällig geworden z.B. bei Arbeitshandschuhen aus Asien, die im Ursprungsland in Containern in Folie verpackt wurden und im Schiff mehrere Klimazonen durchfuhren. Hierbei schwitzten die Handschuhe in der Folie und schimmelten. Die deutsche PCP-Verordnung gestattet max. 5 mg/kg Fertigprodukt, dies ist der weltweit strengste und zweifellos sinnvolle Wert.  Wir attestieren für unsere Produkte absolute PCP-Belastungsfreiheit = PCP-frei!

Grundsätzlich kommen in Deutschland erzeugte Möbelleder aus deutscher Rohware gar nicht mit PCP in Berührung und sind daher PCP-frei. Die obige PCP-Verordnung ist nicht für deutsche Leder erstellt, sondern für Leder und Lederprodukte als Importware (Möbel, Lederbekleidung, Lederwaren u.a.), da diese teilweise auch heute noch dazu Anlass geben können.

Eine oft gestellte Frage: 

Was ist der Unterschied zwischen naturbelassenem Leder und Anilinleder?

Naturbelassene Leder wurden früher mit Anilinfarben gefärbt („Anilinleder“). Diese Farben sind heute nicht mehr erlaubt. Gefärbt wird mit synthetischen Farben. Das Ergebnis war früher und ist heute das „naturbelassene Leder“ ohne Pigmentierung auf der Oberfläche.


Weitere Stichworte

Bedarfsgegenständeverordung: 

Zur Färbung von Lebensmitteln, Stoff, Leder uva. werden u.a. AZO-Farbstoffe eingesetzt. Da es AZO-Farbstoffe gibt, wenn auch wenige, die Amine enthalten, die sich abspalten können und bei direktem Hautkontakt Krebs erregen können, greift hier die BGStV. Sie nennt 20 Amine, die in Azofarbstoffen vorkommen können und daher deren Einsatz verbietet. 

In der Regel attestieren die meisten deutschen Gerber den Verzicht auf jegliche AZO-Stoffe. Somit wird in Deutschland gefertigtes Leder mit dem Prädikat „frei von AZO-Stoffen“ angeboten.

Verbände der Leder- und Polstermöbelindustrie haben u.a. vereinbart:

  • Lichtechtheitsstufen: Anilin 3, pigmentiert 4, gedeckt 5
  • Besonderheiten: weißes Leder: Darf nach 3 Tagen Dunkellagerung bei 50 Grad Celsius keine Vergilbung zeigen.
  • Reibechtheit trocken, nass und Schweiß
  • Dauerfaltverhalten im Flexometer, 20.000 Knickungen dürfen keine Beschädigung der Zurichtung bewirken.
  • Weiterreißfestigkeit
  • Prüfungen über zB. Filk, Freiberg oder andere.
Dem Kenner, der aus Überzeugung Lederpolstermöbel kauft, ist bewusst, dass Naturmerkmale einer Garnitur erst den natürlichen, unverwechselbaren Charakter verleihen, z.B.:
  • Narben: durch Heckenrisse oder Hornstöße hervorgerufen
  • Kampfspuren von Weidevieh
  • Adern, Mast- und Halsfalten
  • Insektenstiche
  • Striegelstriche, die sich als Zeichen gut gepflegten Stallviehs in der Hautoberfläche verewigen
  • unterschiedliche Hautdichte: leicht unterschiedlicher Farbaufnahme und damit zwangsläufig zu gewissen Farbschwankungen innerhalb einer Haut

Dies alles gilt grundsätzlich sowohl für Glattleder, die durch keinen Farbpigmentauftrag farblich egalisiert sind, als auch für Nubuk-Leder. 

Bei Nubuk-Ledern handelt es sich um narbenseitig geschliffene Leder mit samtartiger Oberfläche, die uni oder durch Prägungen optisch angereichert sein können. Da jede in einer Haut vorhandene Narbe eine Verdichtung der Lederstruktur darstellt, nimmt die Narbe beim Färbvorgang die Farbe etwas unterschiedlich auf (bei Narben helleres Farbergebnis). Grundsätzlich gilt: Bei allen Naturmaterialien können leichte Farbunterschiede auftreten. Diese begründen jedoch keine Reklamation.

Selbstverständlich achtet der Fachmann bei der Herstellung des Möbels darauf, dass derartige Stellen in der Garnitur nicht zu konzentriert auftreten und, wenn möglich, im Sitzbereich vermieden werden. Ganz auszuschließen ist die Verarbeitung in diesen Bereichen jedoch nicht.

Die genannten Erscheinungsbilder mindern in keiner Form die Qualität und werden vom Kenner eher geschätzt, da sie die Echtheit des Produkts beweisen.

Alle obigen Angaben sind nach bestem Wissen und Gewissen erfolgt. Eine Rechtsverbindlichkeit besteht nicht.

Möbelledererzeugung

1. Frische Einarbeitung der Rohware
Im Schlachthof wird die Haut abgezogen und in Schüttboxen gesammelt. Von dort wird die Rohhaut täglich direkt zur Gerberei gebracht. Früher wurde jede Haut zum Zwecke der Konservierung für die Zwischenlagerung gesalzen. Einige kg Salz/Haut mussten in den Gerbereien aus den Häuten gewaschen werden und belasteten vermeidbar die Umwelt. Moderne deutsche Gerbereien haben heute nur noch einen minimalen Reservebestand an gesalzenen Häuten für Versorgungsengpässe seitens der Rohware. Im Sommer werden die frischen Rohhäute mit Trockeneis für den Transport zur Gerberei behandelt, um Fäulnis vorzubeugen. Bei gemäßigten Temperaturen kann auch darauf verzichtet werden. Die Einarbeitung zielt auf Reinigung der Haut von Blut und Dung mit anschließender Enthaarung. Danach werden Fleischrückstände von der Innenseite der Haut an der Entfleischmaschine abgeraspelt. Die hierbei anfallende Entfleischmasse wird zur Herstellung von Leim verarbeitet. Es kann aber auch Gelatine daraus gewonnen werden und die finden wir dann u.a. in den Gummibärchen wieder. Es bleibt die Blöße, die reine Tierhaut.

2. Spalten
Ausnahme Dickleder (z.B. De Sede) wird nicht gespalten. Ansonsten gilt:
Die Blöße (die von Haaren und Fleischresten befreite Haut) wird in 2 Schichten gespalten (nicht mehr!).
Die obere Schicht, wo vorher die Haare waren, ist der Narben (zur Herstellung von Narbenleder; aus dieser Bezeichnung ist nicht abzuleiten, dass das Leder Narben hat. Die obere Schicht nennt man schlichtweg Narbenleder). Dieses Narbenleder wird zur Herstellung hochwertigen Möbelleders eingesetzt. Die dem Fleisch zugewandte untere Schicht nennt man Spalt (zur Herstellung von Spaltleder im Ausland, wird daher exportiert). Spaltleder hat naturgemäß keine glatte Oberfläche. Wer daraus glattes Möbelleder machen will, muss eine recht massive Pigmentierung oder sogar Folie aufbringen, d.h. das Leder ist nicht atmungsaktiv.

3. Gerbung
Gerbung ist Umwandlung der leichtverderblichen, hornartig und durchscheinend auftrocknenden tierischen Hautsubstanz durch vorbereitende Behandlung mit Gerbstoffen in wiederstandfähiges Leder, das in kaltem Wasser nicht fault und in warmem Wasser nicht verleimt.

4. Färbung
Die gegerbte Haut wird im feuchten (Wetblue) oder getrocknetem (Chromcrust) Zustand sortiert. Die im Sortiment schlechtesten Häute werden als ASA (ArbeitsSchutzArtikel) für industriellen Schutz zu Schürzen u.ä. verarbeitet. Die besseren und die Spitzensortierungen gehen in die Polsterlederproduktion. Sie werden nun im Fass eingefärbt, wobei der Färbungsvorgang so lange dauert, bis eine vollständige Durchfärbung erreicht ist. Zum Einsatz kommen hier synthetische Farben, die für transparente Färbung sorgen. Im gefärbten, getrockneten Zustand nennt man die Ware Crustleder. Das Leder wird im Anschluss geklammert, um beim späteren Fertigleder zu starkes Dehnverhalten zu vermeiden.

5. Zurichtung = Pigmentierung
Wird die Haut im Anschluss nicht pigmentiert, so bekommt sie in der Regel eine Fassimprägnierung (meist Hydrophobierung) und wird als naturbelassen angeboten. Dieses Leder kann nicht so lichtecht und nicht so strapazierfähig sein wie ein pigmentiertes Leder. In modernen deutschen Gerbereien werden die Zurichtfarben mittels Computer gemischt und auf die Haut gedruckt oder gespritzt. Bei dieser Pigmentierung handelt es sich um eine lösungsmittelfreie = wasserlösliche Polyurethandispersion, die mit Pigmenten angefärbt wird. Im Gegensatz zu der einfarbigen Pigmentierung besteht auch die Möglichkeit, einen Zweifarbeneffekt zu drucken.


6. Fleckschutz
Sämtliche Leder unserer Kollektion sind mit einer Hydrophobierung ausgerüstet. Hierbei findet, einfach gesagt, eine Ölummantelung der einzelnen Lederfasern statt.
Diese wird nach der Färbung im Fass in die Haut gespült.

Die zusätzliche Pigmentierung – nicht beim naturbelassenen Artikel HORIZON – dient der Optimierung der Strapazierfähigkeit.

Sämtliche Produkte unseres Hauses erfüllen oder übertreffen die deutschen Polsterledergüterichtlinien, die physikalisch messbare Werte wie Lichtechtheit, Abrieb (nass, trocken, Schweiß), Haftung der Zurichtung, Weiterreißfestigkeit, Stichausreißfestigkeit u.a. beinhalten (siehe technische Datenblätter).

Verschieden Lederarten

Naturbelassenes Leder

  • hydrophobiert, nicht pigmentiert (auch Anilinleder genannt)
  • Lichtechtheitsstufe 3
  • Zeigt viele Naturmerkmale
  • Natürlich empfindlicher als pigmentiertes Leder
  • kann verspecken
  • Mit oder ohne Druckeffekt
  • G+H Leder-Bezeichnung: HORIZON mit Druckeffekt

Nubukleder

  • wie naturbelassenes Leder, jedoch mit geschliffener Oberfläche
  • Ebenfalls empfindlicher als pigmentiertes Leder
  • Neigt zur Verspeckung

Semianilinleder

  • hydrophobiert, pigmentiert
  • Einige Naturmerkmale sichtbar
  • Lichtechtheitsstufe 4, uni oder zweifarbig
  • Ideal für Wohnraum und Objektbereich
  • G+H Leder-Bezeichnung: CASA oder zweifarbig CASA-MOSAIK

Objektleder

  • hydrophobiert, leicht angeschliffen, danach pigmentiert
  • fein genarbt. Wenig Naturmerkmale sichtbar
  • Lichtechtheitsstufe 5, uni oder zweifarbig
  • Ideal für Wohnraum und Objektbereich
  • G+H Leder-Bezeichnung: PROTEKT, ARIANA

Dickleder

  • 1,4-1,6 mm oder stärker. Vollnarbig oder vor dem Pigmentieren leicht angeschliffen.
  • Geprägt
  • Ideal für Wohnraum und Objektbereich
  • G+H Leder-Bezeichnung: DINO

Autoleder

  • übersetzt (kombiniert chrom-pflanzlich) gegerbt daher recht fest
  • Stark pigmentiert

Wasserbüffelleder

  • Rohware aus Thailand (dort ist der Büffel Haustier und daher nicht artengeschützt)
  • Fertig importiert für konsumige Garnituren (meist Patch-Work)
  • Qualitativ hochwertige Ware wird in Deutschland aus importierten Chromcrust (= gegerbt, getrocknet) entgerbt und neu gearbeitet
  • Mit Hydrophobierung
  • Zeigen viele Naturmerkmale wie Insektenstiche, Zeckenbisse und Scheuerstellen
  • G+H Leder-Bezeichnung: BUFFALO

Handwischleder

  • pigmentiert und anschließend mit dunkler Effektfarbe gedeckt.
  • Diese Effektfarbe wird mit Schwämmen ausgerieben, um den Antikeffekt zu erzeugen.
  • Ideal für Wohnraum und Objektbereich.
  • G+H Leder-Bezeichnung: ROYAL oder genarbt HISTORY

Spaltleder

  • auch als Rauhleder bezeichnet – ist eigentlich kein richtiges Leder, da abgeschabt von der Unterhaut
  • recht minderwertiges Leder oder beschichtet, daher möchten wir dieses nicht anbieten

Pflegeanleitung

Federkissen-Füllungen, wie kann man sie pflegen? – Sogar in der Waschmaschine.

Kopfkissen, die mit Daunen oder Federn gefüllt sind, können Sie im Schongang bei 30 Grad mit Feinwaschmittel, das auch für Wolle und Seide geeignet ist, waschen. Nach dem Spülen schalten Sie auf "Abpumpen" und verfrachten das Kopfkissen aus der Maschine in die Badewanne, wo Sie so viel Wasser wie möglich herausdrücken. Erst danach im Schongang kurz anschleudern.

aus Pflegehinweise für Polsterstoffe
Herausgeber: buch + medien verlag buurman KG, 78464 Konstanz